Transparent

11 Wahrheiten über Trans­-Menschen, die du in der Serie Transparent lernst

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Victor Redman

Wer die Amazon-­Serie Transparent noch nicht gesehen hat, sollte das dringend nachholen! Transparent erzählt die Geschichte von Familienvater Mort Pfefferman, der sich im Rentenalter als transgender outet und von da an als Maura leben möchte. 

Die mehrfach ausgezeichnete Serie ist nicht nur brüllend komisch und bewegend, sie beleuchtet auch die unterrepräsentierte Transgender­Community.

Hier sind 11 Wahrheiten über Trans­Menschen, die du aus Transparent mitnehmen kannst:

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1. Trans-­Menschen gibt es in allen Formen und Farben

Die Medien vermitteln oft eine sehr eindimensionale Sicht von Trans­Menschen: Über unsere Bildschirme hüpfen jugendliche Paradiesvögel mit hohen Wangenknochen, ausgefallenem Geschmack und extremen Persönlichkeiten. Das ist natürlich Unfug.

Maura, die gewöhnliche Rentnerin, beweist, dass es einen typischen Trans-Menschen so nicht gibt.

Transparent - Maura
Bild via Amazon

2. Transgender ist kein Trend

Dass transgender keine neue Idee und schon gar kein Trend ist, illustriert Transparent durch die Geschichte der Familie Pfefferman, die im Laufe der Serie Stück für Stück enthüllt wird. 

Leute haben früher nicht anders getickt; sie haben sich höchstens anders arrangiert, so wie Maura und (Ex­) Ehefrau Shelley, die gemeinsam die Fassade „Mort“ aufrecht erhielten.

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3. Trans-­Menschen wollen keine besondere Aufmerksamkeit

„Ein Mann, der geschminkt und in Frauenkleidern auf die Straße geht, will doch nur Aufmerksamkeit“, so ein gängiges Vorurteil. In Transparent wird es schnell entkräftet. 

Wer Maura dabei beobachtet, wie sie auf einer öffentlichen Damentoilette angefeindet, beschimpft und gedemütigt wird, der fragt sich, wie ein Mensch so etwas aushalten kann. Reine Aufmerksamkeit ließe sich sicher leichter und weniger schmerzhaft gewinnen.

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4. Trans­-Menschen sind nicht durchgeknallt

Klar, in der Transgender­-Community gibt es bestimmt genauso viele Freaks wie in jeder anderen auch – aber Trans-­Menschen generell als abgehoben und schräg abzustempeln, ist ein Vorurteil von vorgestern. 

Maura hat keinen exzentrischen Knochen in ihrem Körper. Sie möchte einfach nur als Frau leben.

5. Ein Mann, der Frauenkleider trägt, ist nicht unbedingt schwul

Ein Mann, der sich als Frau präsentiert, muss doch schwul sein, oder? Falsch! Die Gender-­Identität bestimmt, welchem Geschlecht man sich selbst zuordnet; die sexuelle Orientierung hat damit allerdings nichts tun. 

So identifiziert Maura sich selbst als Frau, ist aber sexuell nach wie vor an Frauen und nicht etwa an Männern interessiert.

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6. Ein Trans-­Mensch ist mehr als bloß trans

Ja, Maura ist transgender. Und jüdisch. Und geschieden. Und Familienvater (oder „Moppa“, wie ihre Töchter sagen). Natürlich beschäftigt sich Transparent ausführlich mit Mauras Werdegang als Trans­-Mensch, aber wir lernen sie auch davon ganz unabhängig kennen. Maura ist kein Klischee; sie ist eine Persönlichkeit.

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7. Auch in der LGBT-­Community gibt es Vorurteile

In einer Episode von Transparent besucht Maura ein „drag camp“, um dort mit Gleichgesinnten ein entspanntes Wochenende zu verbringen. Die Stimmung kippt jedoch, als sie feststellt, dass viele der Teilnehmer, die sich nach wie vor als Männer identifizieren, dort keine Trans­-Menschen wollen. 

Dass Vorurteile und Ausgrenzung auch innerhalb der LGBT­-Community existieren, ist eigentlich logisch, nur sehen wir es selten.

8. Trans­-Menschen sind keine Drag Queens oder Kings

Ein Trans-­Mensch denkt beim Blick in den Kleiderschrank nicht an den großen Auftritt. Er will weder provozieren, noch verkleidet er sich — er trägt ganz einfach die Kleidung, die er für sich als richtig erachtet. 

So empfindet Maura nicht etwa das Tragen von Frauenkleidern als Verkleidung, sondern eher den Verzicht darauf.

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9. Öffentlich transgender sein zu können, bedeutet Selbstverwirklichung

Ich kann vor die Tür gehen und mir sicher sein, dass die Leute weder mein T­-Shirt noch mein Haarschnitt was angeht. Das öffentliche Leben der eigenen (Gender­-)Identität gehört für die meisten von uns einfach dazu. 

Umso trauriger ist es zu sehen, wie Mauras gute Stimmung leidet, als sie sich vor einem verständnislosen Bekannten für ihre Kleiderwahl und ihre Halskette rechtfertigen soll. Selbst ein Abend mit Freunden kann für Trans­-Menschen zu einer Art Spießrutenlauf werden.

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10. Trans-­Menschen sind nicht verwirrt

In der Top 10 meiner meist gehassten Wörter fände sich bestimmt die „Homophobie“. In meinen Augen ist das Wort ganz einfach falsch, denn die wenigsten, die etwas gegen Homosexualität haben, haben auch Angst davor. Ähnlich verhält es sich mit der „gender confusion“, die  Trans­-Menschen allzu gern attestiert wird. 

Die meisten von ihnen wissen, wie auch Maura, ganz genau, wer sie sind und was sie wollen. „Confused“ ist höchstens die Außenwelt.

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11. Wer nicht fragt, bleibt dumm

Wie spreche ich Martin, den ich mal als Martina kennen gelernt habe, jetzt eigentlich an? Rede ich besser von „ihm“ oder „ihr“? So klar die Sache für den Trans-­Menschen sein mag, so undurchschaubar erscheint sie vielen Außenstehenden. 

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Zum Glück sind die meisten Trans­Menschen für ehrliche Fragen ebenso offen wie Maura. Also trau' dich; es wird dir keiner den Kopf abreißen. Versprochen.

Helfe mit, Transgender-Vorurteile aufzuklären!

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Titelbild via Amazon

Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Couching, in dem sich alles um Serien, Filme, Games und dein geliebtes Sofa dreht! So wie in diesen Artikeln: